Wolfgang-Maria-Rabe Weg

Markierung

"In Wanderschuhen die Welt besehen, mit Freunden über Grenzen gehen!" So lautete der Leitspruch des langjährigen Vorsitzenden des Saarwald-Vereins, Wolfgang-Maria Rabe, der dem Wanderweg den Namen gab.

Der Wolfgang-Maria-Rabe-Weg ist ein schöner, abwechslungsreicher Wanderweg, der Sie durch drei Länder führt. Traumhafte Aussichten, interessante Kulturgüter, helle Wälder und verwunschene Winkel. Er ist ein klassischer Wanderweg, der durchgehend gut begehbar ist. Er führt sowohl über Wald- und Forstwege als auch über schmalere Pfade. Der Weg beginnt in Perl und führt dann über französisches Territorium zum Schloss Malbrouck und durch das mittelalterliche Städtchen Sierck-les-Bains ins luxemburgische Schengen.

Startpunkt des etwa 21 km langen Wanderweges, mit einem roten Kreis auf weißem Grund gekennzeichnet, ist der Parkplatz am Rathaus Perl.

In südwestlicher Richtung durch den Ortskern, vorbei an der katholischen Kirche St. Gervatius, dem Palais von Nell und der Quiriniuskapelle, folgt man nun dem roten Punkt bergab in Richtung Moseltal und zur Maimühle. Der Weg führt vorbei am ehemaligen Grenzübergang Perl zwischen Deutschland und Frankreich und dann auch gleich über die alte Moselbrücke ins luxemburgische Weinörtchen Schengen.

Am 14.06.1985 wurde hier das Abkommen zwischen den Benelux-Staaten, Frankreich und Deutschland geschlossen, das den Abbau der Grenzkontrollen vorsah. Der Vertrag wurde auf der luxemburgischen Staatsyacht “Princess Marie-Astrid" unterzeichnet, die hier am Bootssteg vor Schengen festgemacht hatte. Eine kleine Bronzetafel und drei Steelen erinnern am Moselufer an die Zeremonie.

Hinter der Brücke halten Sie sich links und wandern am alten Kochhaus und dem Erinnerungsstein “Accord de Schengen" vorbei.  Dann geht es zum ersten Mal nach oben. Wunderschöne Ausblicke erwarten den Wanderer auf dem Weg über den Stromberg, bis ans Holzkreuz hoch über dem jetzt wieder französischen Contz-les-Bains. Der Weg führt nun unterhalb des alten Steinbruchs und an der Kapelle vorbei bis in den Ort. In der Rue de la Treille gibt es ein Weinmuseum und ganz in der Nähe das alte Waschhaus.

Der Weg führt nun wieder über die Mosel und entlang des Radweges "Chemin de la Moselle" nach Sierck-les-Bains. Die mächtigen Befestigungsanlagen erinnern an die strategische Bedeutung der französischen Kleinstadt, nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt. In der Oberstadt thront die aus dem 11. Jahrhundert stammende Festung der Könige von Lothringen. Vaubans Schall-Turm beherrscht die Anlage. Interessant ist außerdem das alte Tor “Le Vieux port" und der Uhrenturm "Tour de l'Horloge" am Marktplatz. Die Burg ist von Mai bis Oktober für Besucher geöffnet.

Am Ende von Sierck-les-Bains führt der Weg steil nach oben Richtung Rustroff, vorbei am alten Kloster und dem Friedhof. Noch weiter oben erreicht man die Höhen zwischen Mosel- und Saartal. Hinter dem Ort geht es von der Hauptstraße nach rechts ab und bergab nach Manderen. Dort steigt man nun wieder steil nach oben bis das "Chateau Malbrouck" mit seinen gewaltigen Mauern vor einem liegt. Auch diese trutzige Burg gehörte den Königen von Lothringen und ist für Besucher geöffnet. Ein Besuch lohnt immer, nicht nur weil es dort im Laufe des Jahres viele außergewöhnliche Ausstellungen und kulturelle Events gibt.

Weiter geht der Weg über schattige Waldwege bis nach Merschweiler. Wieder geht es nach oben. Die Grenze ist nicht mehr weit. Hier, zwischen dem deutschen Oberperl und dem französischen Merschweiler, sozusagen auf Niemandsland zwischen Deutschland und Frankreich, kann der Wanderer nach anstrengenden Aufstiegen jetzt im Schatten der Friedenskapelle ausruhen, ehe er den Rest des Weges bergab zurück nach Perl angeht. Der Sendemast auf dem Hammelsberg grüßt bereits. Die Schutzhütte hoch oben über Perl lädt zu einer letzten Rast, und der Ausblick von hier auf das Moseltal ist wahrlich beeindruckend. Jetzt ist es gleich geschafft – Perl liegt dem Wanderer zu Füßen.

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